Nachstar

Was ist der Nachstar?

Der Nachstar ist eine Trübung der Linsenkapsel der natürlichen Augenlinse. Er ist die häufigste Komplikation nach einer Grauen Star-Operation, bei der die getrübte Linse bis auf die äußere Hülle, die Linsenkapsel (auch Kapselsack genannt), entfernt wird. Am Ende wird eine künstliche Linse durch die bei der Operation eröffnete Vorderwand der Linsenkapsel in den Kapselsack eingesetzt. Auf der Linsenkapsel befinden sich jedoch am Rand und auf der Hinterkapsel noch Zellen, die sich während der Operation nicht komplett entfernen lassen. Diese Linsenzellen vermehren sich nachfolgend wieder und bilden einen trüben "Zellrasen" auf der Linsenkapsel. Ein Nachstar tritt also immer auf. Solange er jedoch auf die äußeren Bereiche begrenzt ist, beeinträchtigt er das Sehen nicht. Wächst er aber auf die zentralen Bereiche, sieht der Patient wieder unscharf, wie durch einen Schleier. 

 

Wie wird der Nachstar behandelt?

Der Nachstar kann im Normalfall mit Hilfe eines Lasers ambulant entfernt werden. Dabei wird nach medikamentöser Erweiterung der Pupille und Betäubung der Augenoberfläche mit Augentropfen ein Kontaktglas auf das Auge aufgesetzt. Danach wird im zentralen Bereich der getrübten Linsenkapsel durch Laserlicht die hintere Kapsel eröffnet, so dass die optische Achse wieder frei von Trübungen ist. Ein Verband muss nach der Behandlung nicht getragen werden. Durch die für die Behandlung erforderliche Pupillenerweiterung darf man nach dem Eingriff, bis die Pupille wieder normal eng gestellt ist (circa 3-4 Stunden), nicht selber Auto fahren.

 

Welche Komplikationen sind möglich?

Komplikationen nach der Behandlung des Nachstars sind sehr selten, jedoch trotz größter Sorgfalt nicht vollständig auszuschließen. Durch Eröffnung der Linsenkapsel kann es zu einem Druckanstieg bzw. einer Entzündungsreaktion im Auge kommen. Beides kann gut mit Medikamenten behandelt werden. Weiterhin tritt extrem selten ein sogenanntes Makulaödem (= eine Schwellung durch Flüssigkeitseinlagerung an der Stelle des schärfsten Sehens) auf. Auch hier gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung. In sehr seltenen Fällen kann es nachfolgend zu einem Netzhautloch oder einer Netzhautablösung kommen. Ein Netzhautloch kann in der Regel durch eine Laserbehandlung abgeriegelt werden. Bei einer Netzhautablösung ist ein größerer chirurgischer Eingriff erforderlich. In Einzelfällen muss die Nachstarbehandlung mit dem Laser wiederholt werden, falls die Öffnung nach der ersten Behandlung nicht ausreichend groß sein sollte. 

Dr. M. Hartmann

C. Hesse

Dr. B. Jerratsch

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